Barrieren überwinden für eine Welt ohne Exklusion

Barrieren überwinden für eine Welt ohne Exklusion

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Liebe CSR-, Diversity-, Innovation-Manager und all diejenigen, die die Welt ein Stück weit besser machen wollen. Dieser Artikel ist für euch!

Schreibe einen Blogartikel für unseren Markteintritt in den deutschsprachigen Raum lautete meine Aufgabe auf der Arbeit. Nach den ersten Minuten wird mir bereits klar, wie schwer es ist, einen ernsten Sachverhalt auf eine originelle Art rüberzubringen. Wie gelingt es mir professionell und zugleich nicht zu geschwollen zu wirken. Na gut, dann versuchen wir es mal…

Wo siehst du dich in 10 Jahren? Jeder kennt diese Frage und wohl niemand hätte sie vor 10 Jahren mit „ich sehe mich in einer weltweiten Pandemie“ beantwortet. Die Welt hat sich von heute auf morgen auf den Kopf gestellt und ein bisschen Zweifel und Unsicherheit werden bleiben. Doch entscheidend ist nicht, in welcher Situation wir uns befinden, sondern wie wir aus den offenbarten Problemen lernen, um unsere Welt künftig zu einem besseren Ort zu machen.

Der Artikel soll einen Anstoß zum Handeln geben. Wir haben lange genug über die existierenden gesellschaftlichen Probleme gesprochen. In der herrschenden Krise hinterfragen viele Menschen erstmals, ob es wirklich immer höher, schneller, weiter sein muss. Häufig wird vergessen, dass dauerhaft, überall auf der Welt, Krisen herrschen – sei es die Hungersnot auf globaler Ebene oder ein Gehörloser, der aufgrund von existierenden Kommunikationsbarrieren nicht am alltäglichen Leben teilhaben kann. In der Wirtschaft wird der Erfolg über Kennzahlen wie Umsatzentwicklung oder Kundenzahlen definiert. Wir als Individuen werden dabei häufig außer Acht gelassen. Überlegen Sie sich mal, welchen Unterschied ein Hilfsmittel für einen einzelnen Gehörlosen macht, mit dem er unabhängig und unter vollständiger Einhaltung der Privatsphäre mit seinen Mitmenschen kommunizieren kann.

Der Neustart in eine Welt ohne soziale Probleme

Wir haben es nun alle erlebt, was es heißt, von den Entscheidungen anderer, in diesem Fall der Politik, abhängig zu sein. Wir wissen, was es heißt, vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten zu sein. Nach nun mehr als einem Jahr ist die Situation immer noch schwierig und wir sind froh, dass wir endlich wieder ein bisschen mehr machen können. Jetzt stellen Sie sich einmal vor, was es bedeutet, sein ganzes Leben lang eingeschränkt zu sein. Mangelnde Barrierefreiheit hindert nämlich immer noch viel zu viele Menschen daran, den Alltag eigenständig ohne die Hilfe anderer zu bewältigen. Dieses und viele weitere Probleme existieren schon lange in unserem Leben. Vergleichen wir dies mit einem Feuer vor der Einfahrt unserer Nachbarn. In diesem Fall würden wir sofort etwas dagegen tun, da es eine existenzielle Bedrohung ist, die unsere Mitmenschen und uns selbst unmittelbar betrifft. Gegen soziale Probleme unternehmen wir in der Regel nichts bzw. noch zu wenig, entweder weil wir nicht wissen wie, uns nicht verantwortlich fühlen oder es uns schlichtweg egal ist. Bald beginnt ein Neustart, bei dem wir alles daran setzen müssen, diese Feuer zu löschen. Dabei wird es darum gehen, unsere Ideen praktisch in die Tat umzusetzen und nicht nur nach Profitmaximierung zu streben.

Haben Sie schon mal was vom „Homo oeconomicus“ gehört? Die Wirtschaftstheorie, die so auch an unseren allgemeinbildenden Schulen gelehrt wird, geht von einem Menschen aus, der ausschließlich von monetären Motiven geleitet wird. Der in den vergangenen Jahren verstärkt aufgekommene Wunsch unserer Gesellschaft nach sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit zeigt jedoch, dass wir deutlich vielseitiger motiviert sind. Der erste Schritt ist bereits getan, die etablierten Unternehmen haben Corporate Social Responsibility Teams eingeführt, die sich um die Bedürfnisse der Mitmenschen kümmern. Wenn wir bei unserem Beispiel mit dem Feuer bleiben, sind diese Bemühungen allerdings nur mit dem Versuch vergleichbar, das Feuer mit dem Gartenschlauch zu löschen. Das Feuer wird eventuell kleiner werden, aber keinesfalls ganz erlöschen.

Wie schaffen wir eine Gesellschaft ohne Exklusion?

Wenn Sie sich jetzt denken, was will der mit seinem Feuer, ich kann doch einfach die Feuerwehr anrufen, dann haben sie genau recht. Es gibt bereits eine Vielzahl von Social Start-ups, die sich der Lösung der wesentlichen sozialen Probleme gewidmet haben. Alles was Sie machen müssen, ist es mit diesen verstärkt in den offenen Austausch zu treten.

Soll ich Ihnen etwas verraten? Glücklicherweise kenne ich die Feuerwehr zur Inklusion von Gehörlosen und Hörgeschädigten: Pedius ist ein auf KI basierender Kommunikationsservice und hat bisher mehr als 35.000 Menschen in 14 Ländern geholfen, unabhängig ohne die Hilfe anderer zu telefonieren und dadurch aktiv am alltäglichen Leben teilzuhaben. Neben dem privaten Gebrauch profitieren die Nutzer von barrierefreien Callcentern und Inklusionslösungen für den Arbeitsplatz, die gemeinsam mit Kooperationspartnern wie z. B. AXA, BNL, ENEL oder Telekom Italia ermöglicht werden. Zusätzlich werden auch Live-Untertitel für den Schulunterricht, Events oder Dienstbesprechungen bereitgestellt. Die Vision von Pedius ist eine Welt ohne Kommunikationsbarrieren für Gehörlose und Hörgeschädigte. Auf dem Weg dorthin suchen sie aktuell intensiv nach Partnern in Deutschland und Österreich, um auch hier eine lückenlose Zugänglichkeit zu gewährleisten.

Wenn Sie sich mit Pedius Vision identifizieren und meine Metapher einigermaßen nachvollziehen können, schreiben Sie mir bei Linkedin oder an luca.e@pedius.org
Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir unsere Energie, auf welche Art auch immer, in den Erhalt und die Verbesserung unserer Gesellschaft stecken. Gemeinsam können wir das lodernde Feuer löschen und somit alle Kommunikationsbarrieren für Gehörlose und Hörgeschädigte beseitigen!
Luca Ehrhardt

Luca Ehrhardt

Student in Sport- und Gesundheitsmanagement – großer Fan von Juventus Turin und Gitarrenmusik. Er arbeitet seit 2021 im Unternehmen, um Pedius auf dem deutschsprachigen Markt zu etablieren.

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